Anlässlich der fünf Jahre seit der ersten Konferenz für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie in Bulgarien (2006) und des abgeschlossenen ersten dreijährigen Seminars (2008-2010) Jetzt, am Ende 2010, kann ich sagen, dass die fünf Jahre - von der ersten Konferenz für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie in Varna bis zum Ende des ersten dreijährigen Seminars, viel Energie auf einen Punkt konzentriert und das Leben vieler von uns veränderten haben. Für die Beteiligung gab es vrschiedene persönliche Gründe, aber die Gemeinschaft, die dabei gegründet wurde, ist eine solide Stütze, die keiner von uns verlieren will und sorgfältig schützt. Immer noch in Trauer wegen des zu Ende gegangenen Seminars, aber auch weil unsere regelmässigen Treffen unterbrochen sind, versucht jeder mit den anderen in Kontakt zu bleiben - Telefonate, E-Mails, SMS durchqueren Bulgarien. Wir sind glücklich, dass wir unsere Gemeinschaft gegründet haben; wir haben Angst, weil wir weiterhin zu dem Neuen, dass wir gelernt, gesehen und erlebt haben, laufen wollen und dabei die Unterstützung der Menschen, die 5 Jahre lang neben uns waren und und denen wir vertraut haben, nicht verlieren wollen; wir sind motiviert, das Gelernte zu erhalten und weiter zu entwickeln, aber wir fragen uns, ob wir dazu die Kraft finden.
Es gibt keinen einzigen Vortrag, keine Kunststunde, keine Begegnung mit einem Dozenten, die nicht in uns einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Das begeisterte uns, außer der lokalen Initiativen eine Berufsorganisation der Menschen, die die Heilpädagogik und Sozialtherapie vertreten wollen, vorzubereiten. Das wird in den nächsten Monate passieren, nachdem die Einzelheiten geklärt und die Ziele und Aufgaben festgelegt sind. Dieser Schritt wird uns ermöglichen national tätig zu sein, eine juristische Person als Vertretung zu haben und auf diese Art und Weise offizielle Vertreter der Ideen, Vorhaben und Tätigkeiten unserer Gemeinschaft zu sein.
Bis dann ist jeder allein gelassen, um die letzten Jahre nachzuerleben, deren Rhythmus ganz von den Seminarwochen bestimmt wurde, und sich auf seinen eigenen Tätigkeitsimpuls zu konzentrieren. Parallel dazu laufen die Initiativen, die in diesen Jahren entstanden sind. Das ist nur der Anfang, aber es ist klar, dass unsere Treffen nicht aufhören werden. Ganz im Gegenteil gibt es schon Vorschläge für ein neues Seminar, in dem unser Wissen mit praktischer Vertiefung erweitert wird. Wir brauchen mehr Information über das Diagnostizieren, Arbeit mit den Künsten, Besprechungen der Vorträge von R. Steiner. Das passiert aber bereits in den Regionalgruppen, die wir vor 2 Jahren gründetet haben.
Ich bin mir bewusst, was für einen langen Weg ich von 2006 bis jetzt gegangen bin. Meine geistige Suche, sowie auch bei einem Großteil der Teilnehmenden, konnte eine natürliche Fortsetzung finden. Die Konferenz in 2006, die mit einer großen Veränderung in meinem Leben zusammenfiel, wurde für mich Symbol für eine bewusste Mission und die Notwendigkeit, tätig zu werden.
Vor kurzem bekamen wir die Diplome für die erfolgreiche Teilnahme an dem dreijährigen Seminar, aber keiner von uns fühlt sich dabei an einem Ende. Jetzt, Ende 2010, stehen wir wieder an einem Anfang, an einer Schwelle…
Zornitza Valkova Teilnehmerin an der Konferenz (2006 ), dem Einführungsseminar (2007) und dem 3-jährigen Seminar (2008-2010)